‚Gott im Spiel‘ geht weltwärts

Auf der Nordamerikanischen Godly Play-Konferenz stieß das deutsche ‚Gott im Spiel‘ auf positive Resonanz. Im kanadischen St. John’s, Neufundland, wurde es neben drei anderen Konzepten als ‚vertrauenswürdige‘ Weiterentwicklung durch Prof. Dr. Martin Steinhäuser vorgestellt. Das religionspädagogische Erzählkonzept Godly Play findet sich bereits in 156 Ländern in acht Verlagsübersetzungen bzw. zwölf Sprachen, breitet sich weiter aus und wird in unterschiedliche kulturelle und religiöse Kontexte übertragen. Es wird an die Hilfssituation der Heilsarmee angepasst, an die Theologie der Quäker, Gott in der Stille zu suchen, oder an die jüdische Tradition. Rabbi Dr. Michael Sheir aus Boston berichtete, wie in ‚Tora Play‘ der Raum auf das Fokusregal mit Arche Noah und Schriftrolle ausgerichtet wird statt auf den auferstandenen Christus. Ein großer Gewinn des christlichen Konzeptes seien nicht nur die adaptierten ‚alttestamentlichen‘ Geschichten, sondern die für die Jahrhunderte alte jüdische ‚Katechese‘ erfrischenden religionspädagogischen Impulse. Neue Entwicklungen lieferte jedoch auch der mittlerweile betagte und nicht mehr anwesende Gründer Jerome Berryman. Sein Versuch, mit „Godly Play at Home“ Eltern dafür zu gewinnen, die religiöse Bildung ihrer Kinder mit Godly Play-Geschichten selbst in die Hand zu nehmen und in der Ergründungsphase Familienerlebnisse zu reflektieren, fand bei vielen der insgesamt 150 Teilnehmenden aufmerksame Beachtung. Auch die in Deutschland fertig gestellte, gefertigte und von ptz-Dozent Wolfhard Schweiker präsentierte Martin Luther-Geschichte wurde freudig aufgenommen und mit nach Hause getragen.

Auf dem sich anschließenden Godly Play International Council (GPIC) tauschten die Repräsentanten Länderberichte aus und besprachen Zukunftsthemen, wie z.B. globale Übereinkünfte, Godly Play mit Erwachsenen oder die Frage der Förderung wissenschaftlicher Reflexion und empirischer Forschung. Bei der Vorstellung des deutschen Qualitätskonzeptes der Entwicklung neuer Geschichten war, wie auch an anderen Stelle, zu erkennen, dass Gott im Spiel im internationalen Setting religionspädagogisch und organisatorisch sehr gut aufgestellt ist.

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