Neues aus der Welt der württembergischen Religionspädagogik
Neues aus der Welt der württembergischen Religionspädagogik

Berührend. Informativ. Fundiert. Ein Abend mit TOUCHDOWN21 mini.

Vieles gelernt, ein großes Dankeschön dafür!

Am 9. März reichten die Stühle in der Gartenhalle des Tagungshotels am Schlossberg in Herrenberg gar nicht aus – so viele Interessierte waren gekommen, um der Performance beizuwohnen.

Das ptz Stuttgart, das RPI Karlsruhe sowie der Aktionsplan Inklusion der Evang. Landeskirche in Württemberg hatten eingeladen zu einem Bühnenereignis von TOUCHDOWN21, Bonn: 

„Ich bin einmalig: Menschen mit Down-Syndrom reden mit“

Im Bühnenereignis sagen sie: Das ist uns wichtig! Das halten wir vom Bluttest! Wir wollen nicht aussortiert werden!

Das Ereignis sollte eine Mischung aus Multimediaschau, Meinungen und Impulsen des TOUCHDOWN21-Teams, Kurzpräsentationen mit Anschauungsmaterial und Diskussion sein – und so war es dann auch: Das Publikum, 60 Teilnehmende waren wir bestimmt, wurde eingeladen zu einer figürlichen Reise mit bewegten Bildern, Fotos und persönlichen Berichten, verpackt in die Geschichte von Pinguin und Doktor. Das ist unverständlich? Ja, stimmt! Und doch so rund.

Eine Fülle von Eindrücken wurde vermittelt. Wir wurden neugierig gemacht auf die Arbeit des Forschungsinstituts: Hier arbeiten Menschen in bunter Vielfalt (Frauen und Männer, mit und ohne Down-Syndrom) gleichberechtigt zusammen. Und wir lernten viel über die wissenschaftlichen Hintergründe ebenso wie über historische Belege: Trisomie 21 ist die Bezeichnung für das 3-fache Vorhandensein des 21. Chromosoms und eine Laune der Natur, medizinisch-wissenschaftlich betrachtet gehören Trisomien in allen Kulturen der Welt zum Leben. Menschen mit Down-Syndrom sind klug und machen sich Gedanken über ihr Leben und die Lebensumstände wie jeder andere auch. Sie brauchen gute Assistenz, dann sind sie nicht zu bremsen. Und Menschen mit Down-Syndrom haben Anspruch auf Respekt, so wie wir alle.

Die Moderation (Dr. Katja de Bragança) sowie die alles umschließende Geschichte des Bühnenereignisses war ebenso prägnant wie der liebevoll und detailreich gestaltete Bühnenaufbau. Das Anschauungsmaterial gefiel, Fachfrau (Natalie Dedreux) und Fachmann (Daniel Blaeser) mit Down-Syndrom präsentierten ihre Elemente souverän und informativ. Die erklärenden und stets einfühlsamen Ergänzungen der Assistenz (Anne Leichtfuß) rundeten in Kombination mit den Erläuterungen von wissenschaftlicher Seite (Dr. Katja Weiske) und hervorragender Technik (Jürgen Paschen) den Abend zu einem berührenden Erlebnis ab. Ein großer Dank dafür an alle Beteiligten! 

Beitragsbild: Dr. Wolfhard Schweiker, ptz, mit dem TOUCHDOWN21-Team.

Fotos: Fechner, Schweiker (ptz)

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