Traumjob: Hintergrunddienst im ptz

Über den Versuch, Gymnasialschülerinnen und -schülern meinen Job zu erklären.

Es begann mit dem allgemeinen Hilfeschrei der Schule an die Eltern, das Projekt „Schule als Staat“ nach Kräften zu unterstützen. Dieses findet gegen Ende des kommenden Schuljahres, also Mitte 2020, statt: Die Planungsphase ist schon fast vorbei, der Name des Staates festgelegt („Krönland“) und nun sollen, dürfen, können und müssen die Schülerinnen und Schüler die für sie passende Art des Engagements in Krönland identifizieren. Sehr spontan bot ich meine Unterstützung an – arbeite ich doch hier im ptz im Backoffice sozusagen am Puls der Büroorganisation, Kommunikation, Veranstaltungsplanung und –durchführung. Mein Gedanke: Das, was ich hier tun darf, braucht so oder ähnlich jedes Unternehmen, jeder Verein, jede Familie, das braucht die öffentliche Verwaltung ebenso wie die Firma in der Wirtschaft, die Kirche genauso wie ein Krankenhaus. Nicht, dass wir hier austauschbar wären. Gemeint ist vielmehr, dass die Arbeit im Backoffice durchaus von Bedeutung ist, damit unsere Studienleiterinnen und Studienleiter, Dozentinnen und Dozenten, Kolleginnen und Kollegen ihre Veranstaltungen so durchführen, ihre Veröffentlichungen so publizieren und ihre weiteren Aufgaben so abwickeln können, wie sie es tun, nämlich mit großem Engagement und erfolgreichem Gelingen. Weil wir im Backoffice ihnen Vieles abnehmen und manches Mal den Überblick über die kleinen oder größeren Abläufe und Zusammenhänge behalten.

Herr Hermann stimmte zu und die Schule bezog mich dankbar ein in die beratende, helfende Elternschaft: Ich würde einen Standplatz bekommen und sollte, so die Vorabinformation, meine Tätigkeiten sowie meine Berufsbiografie und auch mein Unternehmen vorstellen – die Schülerinnen und Schüler würden vorbei flanieren und Fragen stellen. Nun ist meine berufliche Laufbahn auf Grund ihrer Schlenker zwar typisch für meine und vielleicht für die nachfolgende Generation, aber nicht einfach oder gar kurz darzustellen. Ich fragte mich also: Was mache ich eigentlich im ptz, wofür schlägt mein Herz? Herausgekommen sind zwei Flipcharts, die für sich sprechen: Ich bin Dienstleisterin und Dolmetscherin. Allein diese beiden Schlagworte waren Türöffner für gute Gespräche, neugierige Fragen, einen lebendigen Austausch. Dienstleisterin, weil ich gerne für andere arbeite und mich dabei mit-denkend einbringe, ich vernetze. Dolmetscherin, weil ich oftmals zwischen den einzelnen Stellen übersetze, ich ermögliche Kommunikation und kommuniziere selbst. Durch die vielfältigen Themengebiete, inhaltliche und organisatorische Herausforderungen, die Umsetzung mithilfe verschiedener IT-Tools, -Programme und Materialien und den Kontakt mit unterschiedlichsten Menschen und Berufsgruppen wird es nicht langweilig. Ganz im Gegenteil. Und, natürlich, genieße ich die Arbeit im kirchlichen Kontext. Was bin ich also von Beruf? Ganz klar: Ich bin Sekretärin. Sehr gerne im ptz.

 

 

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